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Aktuelles

Das Mozartfest Würzburg beendete am 27. Juni 2020 mit einem Programm der lautten compagney unter Wolfgang Katschner seine 99. Saison. Das Festivalteam hatte unter Corona-Pandemie Bedingungen in kürzester Zeit ein alternatives, dreiwöchiges Programmangebot mit insgesamt 40 Veranstaltungen auf die Beine gestellt, das vor allem auf die Begegnung zwischen Musikern und Publikum setzte.

Dem auf das kompositorische Schaffen von Mozart und Beethoven bezogenen Motto »Widerstand. Wachsen. Weitergehen.« war unter den veränderten Vorzeichen eine völlig neue Aktualität zugewachsen. Dank des starken Rückhalts der Partner von Stadt, Land, Freundeskreis und Sponsoren konnte trotz der schwierigen planerischen Rahmenbedingungen und ohne große Erlöse aus dem Ticketing drei Wochen lang Musik live zu den Menschen gebracht werden. Damit hat Würzburg in der bundesweiten Festivallandschaft ein wichtiges Zeichen gesetzt für das Weitergehen in Krisenzeiten und das Wachsen am Zusammenbruch des Gewohnten. In seiner fast hundertjährigen Geschichte hat das Mozartfest mehrfach auf diese Weise gewirkt und Profil gezeigt.

»Wie sich die Stadt Würzburg und das Mozartfest in der Corona-Zeit positioniert haben, ist mehr als ein verbales Bekenntnis zu Kunst und Kultur. Hier lebt man den Anspruch, Kulturstadt zu sein: aus gemeinsamer Überzeugung und leidenschaftlich. Dass wir es unter diesen schwierigen Vorzeichen geschafft haben, erstmals wieder Musik vor Publikum im Live-Konzert erklingen zu lassen, war eine Befreiung – nicht zuletzt für die MusikerInnen«.
Intendantin Evelyn Meining

Die Aktivitäten des Forum Musik Festivals, bei dem das Mozartfest eine zentrale Rolle einnimmt, zielten darauf, angesichts der prekären Situation der Kulturveranstalter mit der Politik auf Bundes- und Landesebene in Dialog zu treten und Handlungshilfen anzubieten. Die Aktionen fanden ein reges Echo – auch in den Medien. Seiner sozialen Verantwortung gegenüber den KünstlerInnen ist das Mozartfest in besonderer Weise nachgekommen: Es werden Ausfallhonorare gezahlt und Konzerte verschoben. Als Kompensation für abgesagte Konzerte wurde außerdem eine digitale Pinnwand für Video-Botschaften der KünstlerInnen auf der Website eingerichtet.