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Komponist im Porträt

Mozart aus gegenwärtigen Perspektiven

Mozart am 21. Jahrhundert ausrichten: Dazu gehört beim Mozartfest die Konfrontation seiner Kunst mit neuer und neuester Musik. Jedes Jahr wird das Werk einer Komponistin oder eines Komponisten porträtiert und mit Mozart in Verbindung gebracht. »Ich bin überzeugt«, sagt Jörg Widmann, der Porträtkomponist des Mozartfestes 2014, »dass man aus dieser Konfrontation heraus Mozart und auch unsere Musik anders hören wird«. Jörg Widmann, Toshio Hosokawa, Aribert Reimann, Wolfgang Rihm, Arvo Pärt und Unsuk Chin standen bisher im Fokus und haben ihre teils im Auftrag des Mozartfestes komponierten Werke vorgestellt. Gespräche sowie Kompositionsklassen im Rahmen des MozartLabors begleiten die Porträts und geben Einblick in Arbeitsweisen, ästhetische Positionen und gegenwärtige Perspektiven auf Mozarts Schaffen.
 

Komponist im Porträt 2020: Ludwig van Beethoven

»Weitergehn ist in der Kunstwelt, wie in der ganzen großen schöpfung, zweck«

Neuer Blickwinkel für eine etablierte Reihe. Kein zeitgenössischer Komponist wird 2020 im Mozartfest porträtiert, sondern Ludwig van Beethoven. Als einer der drei sogenannten »Wiener Klassiker« steht er aus gängiger Perspektive in untrennbarem Zusammenhang mit Mozart. Doch in dem Bewusstsein, ein Klassiker zu sein, lebte keiner von beiden. »Allein Freiheit, weiter gehen ist in der Kunstwelt, wie in der ganzen großen Schöpfung, zweck«, gab Beethoven als sein künstlerisches Credo aus. Kunst und Musik waren für ihn von existen-zieller Dringlichkeit, Freiheit die Notwendigkeit, um Grenzen auszuloten, neu zu bestimmen und erneut zu überschreiten.

Aber auch ein Beethoven komponierte nicht losgelöst von Zeit und Raum. Er hat auf seine Gegenwart reagiert und sich an den Vorbildern gerieben. Mozart zählt zu den Konstanten in Beethovens schöpferischem Leben: »Allzeit habe ich mich zu den größten Verehrern Mozarts gerechnet, u. werde es bis zum letzten Lebens Hauch.« Mozarts Werke waren für Beethovens Schaffen vielfach Ausgangspunkt und Ansporn. Das Mozartfest erkundet, wo es Berührungspunkte gibt, was die beiden Meister verbindet und was sie trennt.

Darüber hinaus gibt das Jahr 2020 Anlass, den Geburtsjahrgang 1770 näher zu erkunden: Wie Beethoven wurden auch Friedrich Hölderlin und Friedrich Witt – Würzburgs letzter Hofkapellmeister – in jenem Jahr geboren. Ihr künstlerisches Werk steht im Fokus des Mozartfestes 2020 und wird in der Wekreihe »Geboren 1770« beleuchtet.

Dass Beethoven schon als junger Mann mit dem fortschreitenden Verlust seines Gehörs kämpfen musste, findet ein Echo in der sechsteiligen Veranstaltungsreihe »Sinn(e)!«: Darin geht es in veränderte Wahrnehmungswelten und um das Zusammenspiel der Sinne in der Rezeption von Musik.